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Sanierung und Wiederaufbau des Pavillons „Sängerblick“
Geschichte und Zustand vor der Sanierung

Der Pavillon, der unmittelbar an der Spitze des Berghanges, 18 Meter über dem Einschnitt der Bahnhofsstraße lehnte, bot bei seiner Errichtung einen schönen Blick auf die Innenstadt von Spremberg, das Spree Tal und dessen Umgebung. Das war im Jahr 1931, als er vom Spremberger "Männergesangsverein 1835" gestiftet und errichtet wurde. So kam er auch zu seinem Namen „Sängerblick“.

Der ursprüngliche Pavillon war aus Holz gefertigt. Das Fundament war mit Ziegelmauerwerk in den Hang gebaut und mit Spaltklinker und Hohlklinker verkleidet gewesen, wovon nur noch Fragmente erhalten waren. Vom Pavillon selbst ist nichts mehr erhalten geblieben.
Auch der Zustand des noch vorhandenen Fundamentes und der Aussichtsplattform war in einem desolaten Zustand, die Umklinkerung war teilweise abgefroren und das Fundament nicht mehr an allen Stellen tragfähig.
Von dem einstigen schönen Blick ist zumindest in den Sommermonaten nichts übrig geblieben, da der Bewuchs um den Pavillon nicht gepflegt wurde und daher zugewuchert ist.

So trübte zumindest der Anblick der Ruine nicht den Blick  von der Bahnhohstraße hinauf auf den Georgenberg. Dieser Zustand konnte nach dem Willen des LAGA-Vereins e.V. so nicht weiter geduldet werden, da sich unmittelbar daneben das Lapidarium im Entstehen ist und der Sängerblick das Ensemble prächtig ergänzen könnte.

Sanierung

Der Pavillon sollte seinem ursprünglichen Aussehen in Größe und Form nachempfunden werden. Notwendige historische Aufnahmen lagen dazu aber nur in sehr begrenztem, Umfang vor. Bauunterlagen oder dergleichen fehlten leider ganz. Die gesamte Finanzierung der ausgeführten Arbeiten erfolgt dabei ausschließlich über eingeworbene Spendengelder.

Die nur noch teilweise vorhandene Verklinkerung wurde durch ein 11,5 Zentimeter starkes Klinkermauerwerk ersetzt und kraftschlüssig mit dem vorhandenen Mauerwerk verbunden. Als neu zu schaffende Aussichtsplattform wurde eine achteckige Stahlbetonplatte gefertigt.

Das Traggerüst des Daches mit den Stützen und Verstrebungen wurde jetzt, anders als beim Original, aus Stahlprofilen gefertigt, die nicht nur pflegeleichter sonder vor allem widerstandsfähiger gegen Vandalismus sind. Dazwischen wurde an den sechs zum Berghang zeigenden Seiten ein Füllstabgeländer, welches ebenfalls aus Stahl gefertigt wurde, angebracht.

Das Kuppeldach, wurde so wie es überliefert wurde, wieder aus Holz gefertigt und mit Dachbahnen abgedichtet. Auf eine Verkleidung der Kuppel mit Zinkblech, wie im Original, musste leider aus Kostengründen verzichtet werden.

Einzelne ausgeführte Arbeiten:
  1. Nach der Untersuchung des Baugrundes und der Überprüfung der Standsicherheit der verbliebenen Fragmente werden die Fundamente teilweise freigelegt und auf die erforderliche Breite ergänzt bzw. ertüchtigt.
  2. Die Reste der alten Verblendung aus Spaltklinkern und Hohlklinkern sowie lose Mauerwerksteile werden entfernt und entsorgt.
  3. Fehlende Teile des 36,5 cm starken Grundmauerwerkes mussten ergänzt werden.
  4. Die marode Betonplatte der alten Aussichtsplattform wurde abgebrochen und entsorgt.
  5. Neues Klinkermauerwerk wurde als Vorsatzschale mit Verankerungen in das alte Mauerwerk an allen frei sichtbaren Seiten aufgebaut und verfugt.
  6. Eine 8-eckige Stahlbetonplatte wurde auf einer verlorenen Schalung in einem Stück (monolithisch) mit Überstandschalung betoniert.
  7. Eine Pavillon-Konstruktion aus biegesteif verbundenen Rundstahlstützen wurdeauf die Betonplatte aufgedübelt. Die sechs dem Hang zugewandten Seiten wurden mit einem Stabstahlgeländer zwischen den Stützen gesichert.
  8. Die Dachkonstruktion entstand aus einer Brettschalung mit einer aufgesetzten Kuppel, die der alten Form nachempfunden wird. Als Dachabdichtung wurden zwei Lagen Dachabdichtungsbahnen formgerecht zugeschnitten und miteinander verschweißt.
Eine der wichtigsten Maßnahmen fehlt aber noch immer, das Freilegen der Sichtachsen. Dies ist unbedingt erforderlich, um nicht nur einen schönen Ausblick zu erhalten, sondern auch um den Pavillon selbst, von der Bahnhofstraße oder der Stadt aus, sichtbar zu machen.

Nutzung


Neben seiner Funktion als Ausblick und Wahrzeichen des Stadtparkes ist es denkbar den Pavillon für kulturelle Veranstaltungen zu nutzen, für Chorauftritte, zum Musizieren, für Parkfesten und natürlich auch zum Rasten und Verweilen.

Einweihung

Am 4. Juli 2014 wurde der sanierte Pavillon "Sängerblick" mit einem kleinem Festakt im Beisein der Hauptsponsoren, Mitgliedern des LAGA-Vereins und vielen Gästen feierlich eingeweiht. Der Spremberger Stadtchor, der die Einweihungsfeier begleitete, ließ dabei anklingen, das der Sängerblick nun wieder das ist, was er einmal war.

Weitere Infos: Pressemitteilung



Sängerblick
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